Mitgliederversammlung vom 23. Juni 2023

Über 60 Mitglieder durfte der Frauenverein zum Apéro Riche zum Auftakt der diesjährigen Mitgliederversammlung (MV) begrüssen, an der zwei jenische Gastreferentinnen auch zur Steuerpflicht der Fahrenden Auskunft gaben.

Zu Beginn des offiziellen Teils begrüsste Präsidentin Simone Tacheron die anwesenden Mitglieder und Gönner sowie Gemeinderätin Carol Zumbrunnen. Genehmigt wurden der an alle Mitglieder und Gönner verschickte schriftliche Jahresbericht 2022, das Protokoll der MV 2022, die Jahresrechnung 2022 mit einem Verlust von knapp Fr. 7'000.-- bei einem Vermögen von rund Fr. 98’000.-- sowie das Budget 2023 mit einem Verlust von rund Fr. 8’700.--. Vorstand, Präsidentin und Revisorinnen wurden einstimmig gewählt. Der Antrag eines Mitgliedes, den jährlichen Mitgliederbeitrag ab 2024 von Fr. 15.-- auf Fr. 20.-- zu erhöhen, wurde mit grossem Mehr angenommen. Die Zahl der Mitglieder sank um 11 auf 722. Die Präsidentin informierte über den Stand der Vorbereitungen für den am 16. August 2024 stattfindenden offiziellen Anlass zum 175-Jahr-Jubiläum im Schloss Ebenrain. Und die anwesenden Neumitglieder wurden mit einem kleinen Präsent herzlich willkommen geheissen.

Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Carol Zumbrunnen im Namen des Gemeinderates beim Vorstand des grössten Vereins in Sissach und allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die viele Stunden ehrenamtliche Arbeit und damit einen unverzichtbaren Beitrag und grosse Unterstützung für die Allgemeinheit leisten. 

Nach dem offiziellen Teil berichteten die jenischen Gastreferentinnen Amanda Werro und Nadia Waser als Mitglieder der «Genossenschaft fahrendes Zigeuner-Kultur-Zentrum» über das Leben der Fahrenden in der Schweiz, die auch heute noch gegen zahlreiche Widerstände anzukämpfen haben. Mit ihren Auftritten möchten sie ihre Kultur der sesshaften Bevölkerung näherbringen und so aktiv helfen, Vorurteile abzubauen. Sie leben nach wie vor in traditionellen Familienstrukturen. Die Männer beschäftigen sich in ihrer Arbeit vor allem mit Messerschleifen, Korbflechten und Hausieren. Die Frauen kümmern sich primär um Haushalt und Familie und begleiten die Kinder im Sommerhalbjahr, wenn sie am Fahren sind, beim Homeschooling. Die Referentinnen beantworteten zahlreiche Fragen aus dem interessierten Publikum und bestätigten, dass sie wie alle Schweizerinnen und Schweizer Steuern bezahlen.

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