«Erste Hilfe-Kurs»

Vom Fehlstart zum vollen Erfolg

Bericht von Simone Tacheron

Zu Beginn sah es für die Durchführung unseres «Erste Hilfe-Kurs» am 10. Februar 2026 noch nicht besonders vielversprechend aus. Die Anmeldezahlen waren bis Mitte Januar 2026 eher gering, und es schien, als würde das Interesse hinter unseren Erwartungen zurückbleiben.

Mit einer gezielten Offensive in der Werbung – über Social Media, Mailings und  persönliche Werbung – konnte der Vorstand in kurzer Zeit nochmals zahlreiche Mitglieder erreichen. Das Ergebnis: Der Kurs war innert kurzer Zeit ausgebucht, und es gab sogar eine Warteliste. Die anfängliche Zurückhaltung hat sich in grosses Interesse verwandelt, was den Vorstand ausserordentlich freut.

Die 24 Teilnehmerinnen wurden in drei Gruppen eingeteilt und durchliefen insgesamt drei Posten mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten:

Am ersten Posten stand die Wiederbelebung von Erwachsenen, Kindern und Babys im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen übten die korrekte Durchführung der Herzdruckmassage sowie die Beatmung. Wussten Sie, dass für die korrekte Durchführung der Thoraxkompressionen der Song «Stayin’ Alive» von den Bee Gees als hilfreiche Orientierung dienen kann? Das Lied hat einen Rhythmus von etwa 100 bis 120 Schlägen pro Minute – genau die Frequenz, die auch bei der Druckmassage empfohlen wird. Wenn man innerlich den im Takt von «Stayin’ Alive» mitzählt, hilft das, die richtige Druckgeschwindigkeit beizubehalten. Zudem wurden die Kenntnisse und die Bedienung eines AED (Automatisierter Externer Defibrillator) vermittelt und praktisch ausprobiert.

Der zweite Posten behandelte das richtige Verhalten im Notfall. Dazu gehörte das Absetzen eines Notrufs mit dem entsprechenden Abfrageschema, die stabile Seitenlage bei bewusstlosen Patienten sowie Massnahmen zum Wärmeerhalt von betroffenen Personen.

Am dritten Posten ging es um das Thema «Blutungen». Die Teilnehmerinnen lernten, wie man starke Blutungen erkennt und einen Druckverband korrekt anlegt. Ebenfalls wurde das richtige Vorgehen bei Verschlucken eines Fremdkörpers, vorallem bei Kindern, besprochen und das Heimlichmanöver (Massnahme bei Erstickungsgefahr durch Fremdkörper in den Atemwegen) behandelt. Es gilt beim Verschlucken eines Fremdkörpers immer der Grundsatz: Dies ist ein Notfall. Alarmieren Sie die Sanität.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Kursleiterin Marianne Strub sowie die Co-Leiterinnen Caroline Häring (Präsidentin) und Elva Tschudin von den Samaritern Ergolz für die kompetente, praxisnahe und engagierte Durchführung dieses lehrreichen Kurses.

www.samariter-ergolz.ch


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